Ätherische Öle guter Qualität werden aus Pflanzen gewonnen, die entweder aus Wildsammlung oder aus kontrolliert biologischer Erzeugung stammen. Pflanzen, die in einer gesunden Umgebung aufwachsen (also frei von Pestiziden, Unkrautbekämpfungsmitteln und Kunstdünger), sind starke und gesunde Pflanzen. Und nur solche vollkommenen Pflanzen können ihre Lebensenergie in Form heilkräftiger ätherischer Öle an den Menschen weitergeben. Inzwischen wurden viele der überlieferten Heil- und Einsatzmöglichkeiten in modernen Studien bestätigt. Wissenschaftlich anerkannt ist zum Beispiel die Wirkung von ätherischen Ölen auf den Hormonspiegel und auf die Gesundheit der Zellmembran. Längst nachgewiesen ist auch, dass ätherische Öle das Wachstum und die Vermehrung von Bakterien hemmen können.

Bevor Sie ätherische Öle anwenden, verschaffen Sie sich das nötige Wissen aus Fachbüchern, Literatur oder Seminaren. Jedes Öl hat seine spezifischen Eigenschaften, welche vor einer Anwendung verstanden werden sollten oder besser gesagt verstanden werden müssen. Bei Babys und Kleinkindern sollten Ätherische Öle auf Grund ihrer intensiven Wirkung nicht eingesetzt werden. Ausnahmen sind hier sanfte Öle wie Lavendel, römische Kamille oder Rose, welche – niedrig dosiert – bei Kindern angewandt werden können.

Ätherische Öle ist altes Wissen und eine wunderbare Unterstützung bei Ängsten, bei Erkrankung der Nieren und Harnwege, bei hohem Blutdruck, bei Menstruationsbeschwerden, bei schwachem Immunsystem, bei Hämorrhoiden, bei leider wieder vorkommenden Kopfläusen, bei Warzen und vielem mehr. Qualitativ hochwertige ätherische Öle ihren Preis, dieser relativiert sich jedoch dadurch, da von diesem Öl nur wenige Tropfen benötigt werden.

Ätherische Öle enthalten die gebündelte Lebenskraft der ganzen Pflanze. Sie wirken unmittelbar auf das Gehirn und können auf diese Weise sowohl physische, als auch psychische Prozesse im Körper des Menschen positiv beeinflussen. Ätherische Öle sind vielseitig einsetzbar. Sie eignen sich nicht nur für die Duftlampe, sondern auch für entspannende Massageöle, duftende Kräuter- und Blütenbäder, heilende Umschläge, Inhalationen und vieles mehr. Ätherische Öle werden aus verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen. Das können Blüten, Blätter, aber auch Rinden, Wurzeln oder Harze sein. Sie sind übrigens keine gewöhnlichen Öle und hinterlassen daher auch keine unschönen Fettflecken.

Der Begriff "ätherisch" bedeutet, dass es sich um etwas nicht Fassbares handelt, um ein leicht flüchtiges Öl – im Gegensatz zu gewöhnlichen fetten Ölen.  Bei den ätherischen Ölen handelt es sich um die Pflanzendüfte - eingefangen in flüssiger Form. Diese Flüssigkeit löst sich im Nu auf, sobald das ätherische Öl mit Luft in Berührung kommt. Das Öl ist weg, zurückbleibt – nur für kurze Zeit – der Duft, bevor auch er im Äther entschwindet. Die meisten ätherischen Öle werden mit Hilfe der Wasserdampfdestillation gewonnen. Leider entstehen bei diesem Verfahren Temperaturen von bis zu 70 Grad, wodurch sehr flüchtige Duftstoffe verloren gehen und die Qualität der Öle leidet. Die Kaltpressung ist – im Vergleich zur Destillation – eine sehr schonende Herstellungsmethode, da ohne Hitze gearbeitet wird. Kalt gepresst werden heutzutage jedoch nur noch wenige Pflanzen wie z. B. Zitrusschalen, um daraus Zitronen-, Limonen- oder Orangenöl zu gewinnen. Für sehr empfindliche Pflanzenteile, wie z. B. Blüten, eignet sich weder Destillation noch Pressung. In solchen Fällen werden die Düfte mit Hilfe eines chemischen Lösungsmittels extrahiert. Öle, die auf diese Weise gewonnen wurden, nennt man Absolute (was dann meist auch auf den Fläschchen steht, so dass man Absolutes leicht erkennen kann). Zwar wird das Lösungsmittel am Ende des Herstellungsprozesses wieder aus den ätherischen Ölen entfernt, aber Rückstände bleiben in der Regel im Öl zurück. Das ist der Grund, warum Aromatherapeuten keine Absolutes verwenden. Mit der Kohlendioxid-Extraktion – einem neueren Verfahren – kann man sehr hochwertige ätherische Öle gewinnen. Aufgrund der sehr niedrigen Herstellungstemperatur von nur 20 bis 25 Grad bleiben auch die sehr flüchtigen und besonders kostbaren Duftstoffe erhalten.

Worauf man beim Kauf unbedingt achten sollte:

Dass es sich um 100 Prozent reine ätherische Öle handelt. Die Qualität ätherischer Öle wird nicht gesetzlich geregelt. Wenn das Etikett nicht deutlich auf eine 100 Prozent reine Qualität hinweist, ist das Öl verdünnt und unter Umständen anschließend mit synthetischen Düften „beduftet“ worden. Die erwartete Wirkung bleibt bei solchen Ölen natürlich aus. Auch sollte das Etikett Auskunft über die Qualität der verwendeten Pflanzen geben.

Quellen:
[1] primaveralife
[2] bergila

[3] bfr.bund.de

Grundsätzlich führen wir hier keine Diagnosen, Therapien und Behandlungen im medizinischen Sinne durch. Unsere Unterstützung kann keine ärztliche, psychologische oder physiologische Behandlung ersetzen. Ein Heilversprechen respektive Erfolgsversprechen wird nicht gegeben.